Evaluation der 'Positiven Psychotherapie' bei Depressiven: Pilotstudie zur Vorbereitung einer Evaluationsstudie zur Überprüfung der Wirksamkeit der 'Positiven Psychotherapie' bei Depressiven

Laireiter, A. (Projektleiter/in), Hartl, B. (Wiss. Mitarbeiter/in)

Aktivität: Weitere wissenschaftliche AktivitätenNicht-drittmittelfinanzierte Projekte

Beschreibung

Die Positive Psychotherapie basiert auf den Annahmen der Positiven Psychologie, insbesondere dem 'PERMA-Modell' nach Seligman und versucht Patienten mit psychischen Störungen in den Komponenten dieses Ansatzes, positive Emotionen, aktives, engagiertes Leben, positive Beziehungen, sinnvolles Leben und innere Verpflichtung zu trainieren, um ihnen im Sinne des Modells ein erfülltes und glückliches Leben zu ermöglichen. Der Therapieansatz wurde bislang vor allem in den angloamerikanischen Ländern angewendet und empirisch auf seine Wirksamkeit hin untersucht. Leider sind die untersuchten Stichproben sehr klein. In dem Projekt soll versucht werden, im Sinne einer Vorstude, die Übertragbarkeit der PPT in den deutschen Sprachraum zu testen, ebenso wie untersucht werden soll, ob das geplante Design und das Evaluationskonzept (Vergleich mit der nachweislich wirksamen Methode der Kognitive Verhaltenstherapie, KVT) realisierbar sind. Im Falle positver Ergebnisse wird eine groß angelegte Hauptstudie in Zusammenarbeit mit dem Wagner-Jauregg-Krankenhaus Linz durchgeführt. Die in dieser Studie gewonnenen Ergebnisse können im positiven Fall in die Hauptstudie integriert werden. Es wird versucht zu zeigen, dass die PPT bei der genannten Störung gleich wirksam ist wie die KVT (non-superiority trial). Ziele:Prüfung der Möglichkeit einen neuen Ansatz der Psychotherapie - die so genannte 'Positive Psychotherapie' (PPT) nach Seligman und Rashid erstmals im deutschsprachigen Raum durchzuführen und zu evaluieren; Vorbereitung einer Multicenter-Studie; Überprüfung der Akzeptanz; Einführen der Ergebnisse in die Evaluationsstudie Methode:Randomisierte kontrollierte Psychotherapie-Wirksamkeitsstudie; Untersuchung von ca. 15 PatientInnen mit leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen (Ausschluss von Patienten mit komorbider psychotischer, bipolarer, schizo-affektiver und substanzgebundener Symptomatik; keine gleichzeitige Psychotherapie, gutes Deutschverständnis). Überprüfung der Ein- und Ausschlusskriterien sowie der vorhandenen Störungen in systematischer und standardisierter Form; Durchführung der Therapien durch trainierte PsychologInnen; Evaluation der Effekte mittels breiter Evaluationsbatterie (primärer Outcome: Depressivität, Wohlbefinden, positive Emotionen, PERMA-Eigenschaften; sekundärer Outcome: psychische Belastetheit, psychische Störungen)
Zeitraum1 Jul 201531 Mär 2016
Gehalten amStiftungs- und Förderungsgesellschaft der Paris-Lodron-Universität Salzburg, Österreich

Schlagwörter

  • Positive Psychotherapie
  • Effektivität
  • Psychotherapie
  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Wirksamkeit