Body Transformations in British Fantasy from pre-Romanticism to Posthumanism

Projektdetails

Beschreibung

Im Zentrum des Erkenntnisinteresses steht der fantastische Gestaltwandel sowohl aus der Sicht einer transformativen Ästhetik der Fantasy, die theoretisch in Ovids Metamorphosen begründet wird, als auch im Hinblick auf das sich ständig verändernde Körperverständnis in der abendländischen Kultur. Das Projekt dringt in wissenschaftliches Neuland vor, indem es fantastische Körpertransformationen in Bezug setzt a) zu sich verändernden mentalen Einstellungen zum Körper b) zu Form- und Genrewandel, und c) zu den für die fantastische Literatur bezeichnenden Umwandlungsprozessen von Bestehendem ins Unmögliche.


Das Ziel dieses Projekts, das zentrale Interessen der Geistes- bzw. Human- und Kulturwissenschaften verbindet, ist die Entwicklung eines theoretischen Modells, mit dem Körpertransformationen in der britischen fantastischen Literatur von zirka 1760 bis in die Gegenwart systematisch beschrieben und in ihre kulturellen Kontexte eingeordnet werden sollen. Diese Lektürekategorien sind nicht bloß als Typologie des Gestaltwandels zu sehen, sondern zielen auf den Entwurf einer Theorie des Fantastischen, die kulturelle, konzeptuelle und ästhetische Aspekte der Körpertransformation verbindet. Methodologisch bedeutet das die Untersuchung literarischer Texte sowie von Texten aus den Bereichen Medizin, Biologie, Psychologie, Psychoanalyse, Philosophie, Ethik. In der Untersuchung der Interrelation zwischen Gestaltwandel, Ideenwandel, und Formwandel, wird diese Theorie einen innovativen Beitrag zur Fantasy-Forschung, zur gegenwärtigen Diskussion um den menschlichen Körper und zur aktuellen Metamorphosenthematik liefern.

KurztitelBody Transformations
StatusAbgeschlossen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/04/041/04/08

Systematik der Wissenschaftszweige 2002

  • 6617 Literaturwissenschaft (auch: vergleichende -)
  • 6605 Anglistik
  • 6113 Ästhetik