Funktion von Muskelmotorproteinen

  • Galler, Stefan (Projektleitung)
  • Andruchov, Oleg, (Projektmitarbeiter/in)

    Projektdetails

    Beschreibung

    Magnesiumionen (Mg2+) sind unter anderem bei Muskelkrämpfen und manchen Herzrhythmusstörungen therapeutisch wirksam. Die Ursache hierfür ist im Detail noch genauso ungeklärt wie die allgemeine Funktion der freien Mg2+-Konzentration im Zellgeschehen selbst. Untersuchungen hierzu könnten zur Entdeckung von bislang unbekannten zellulären Funktionsprinzipien mit weitreichenden Folgen für die medizinischen Wissenschaften führen. Tatsächlich lassen unsere bisherigen Ergebnisse an Muskelfasern vermuten, dass Mg2+ nicht nur die Kontraktionssteuerung beeinflusst, sondern auch die molekularen Prozesse der Krafterezeugung selbst. Um diese zellphysiologisch sehr bedeutsame Hypothese zu verifizieren und molekulare Details zu ergründen, sind direkte Untersuchungen an den krafterzeugenden Proteinen nötig.

    Im vorliegenden Projekt ist geplant, die Fortbewegung von fluoreszenzmarkierten Aktinfäden, die durch fest verankerte Muskelmotormoleküle angetrieben werden, in Abhängigkeit von der freien Mg2+-Konzentration zu beobachten. Um die Mg2+-Effekte an verschiedenen Motormolekülvarianten von Muskelzelltypen mit unterschiedlicher freier Mg2+-Konzentration zu untersuchen, werden Präparate aus Herz- und Skelettmuskelfasertypen von Mensch, Ratte und Maus zum Einsatz kommen. Der Einsatz von Mausmuskeln ist insbesondere wegen der Möglichkeit der Verwendung gentechnisch veränderter Muskelproteine wichtig.

    Ziel
    StatusAbgeschlossen
    Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/01/0430/11/07

    Systematik der Wissenschaftszweige 2002

    • 3223 Zellbiologie
    • 1402 Biochemie
    • 3203 Biophysik