Human Sensors / Menschliche Sensoren - Eine Welt digitaler Emotionen

  • Resch, Bernd (Projektleitung)
  • Jeremias, Peter Michael (Projektmitarbeiter/in)

Projektdetails

Beschreibung

Menschliche Sensoren

Wie nutzerInnengernerierte Daten für bürgerInnenzentrierte Stadtplanung genutzt werden können

Partizipative, bürgerInnenzentrierte Planungsverfahren sind in der Entwicklung von Stadt- und Raumplanung ein notwendiger, jedoch noch wenig präsenter Ansatz. Die proaktive Einbindung der BürgerInnen, gekoppelt mit neuesten technologischen Verfahren, in diese Planungstätigkeiten ist Untersuchungsgegenstand des FWF-geförderten Urban Emotions Forschungsprojekts. In diesem Bottom-Up Entwicklungsprozess werden “Sensor”-Technologien (“Wearables” und soziale Medien) als Instrumente für eine crowdsourcing-basierte Informationsgenerierung benutzt und dadurch eine induktive Form der Raum- und Stadtplanung gefördert. In diesem Generierungsprozess werden einerseits Beiträge in sozialen Medien mit geografisch und semantisch relevantem Kontext, andererseits physiologische Sensoren zur Gewinnung von Emotions-Informationen verwendet. So kann beispielsweise das Stress- und Entspannungspotenzial verschiedenster Räume mit unterschiedlichen Existenzzwecken (beispielsweise, Verkehrsadern, Wohnräume und Erholungsgebiete) evaluiert werden. Anhand dieser Strategie können neben PlanungsexpertInnen auch BürgerInnen in der Planung und Gestaltung ihres Lebensraumes mitwirken. Dieser Participatory Science Ansatz fordert die Auseinandersetzung mit einer Vielzahl zusätzlicher Fragestellungen hoher gesellschaftlicher Relevanz. Neben technischen und geografischen Hintergründen spielen bei der Nutzung personenbezogener Daten im Projekt vor allem kommunikationswissenschaftliche, ethische und auch rechtliche Aspekte eine entscheidende Rolle.
Im Projekt Menschliche Sensoren werden Vermittlungsstrategien explizit für SchülerInnen der Sekundarstufe, sowie für LehrerInnen entwickelt. In mehreren Eventformen können die TeilnehmerInnen mittels innovativer didaktischer Methoden Forschungsinhalte kennenlernen, beispielsweise im interaktiven Diskurs zu „Urban Emotions“ Perspektiven, mit Edutainment-orientierten Stationenbetrieb mit Einbindung von Inhalten mit Augmented Reality, oder durch aktive Durchführung von Feldstudien inklusive Datenakquisition, -auswertung und -interpretation (Partcipatory Science). Wichtigster Baustein dieser Formen ist der durchgehende Partizipationscharakter und das Lernen durch Vermittlung seitens der SchülerInnen. Die Kommunikation erfolgt sowohl am Standort des Fachbereichs, im Zuge von größeren externen Veranstaltungen oder auch an Schulen in der Region selbst. Zeigen SchülerInnen vertieftes Interesse, bietet ein breites Angebot an Themen in bestehenden Wissenschaftsplattformen Zugang zu selbstständigem Forschen, was sowohl im Rahmen von Vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) oder bei Praktika behandelt werden kann. Die nachhaltige Bewusstseinsschaffung zu Participatory Science und partizipativer Stadtplanung wird mit dem Angebot der gemeinsamen Unterrichtsplanung mit LehrerInnen sowie durch den Aufbau längerfristiger Kooperationen mit regionalen Akteuren angestrebt.
KurztitelMenschliche Sensoren
AkronymHuman Sensors
StatusLaufend
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende7/06/216/06/22