Klebrigkeit von Fischeiern

  • Patzner, Robert, (Projektleitung)

    Projektdetails

    Beschreibung

    Es werden Eier von zwei leicht zugängigen Arten verwendet, die des Karpfens, Cyprinus carpio und des Hechtes Esox luceus. Da diese beiden Arten aus verschiedenen Fischfamilien stammen, erhält man auch Daten zu interspezifischen Unterschieden. Die Eigenschaften und das Verhalten der Zona radiata externa in Lösungen mit unterschiedlichem pH-Wert, Osmolarität und Kationen-Zusammensetzung werden untersucht. Dies ist notwendig, um zu verstehen, welche Fakten die Klebrigkeit der Eier auslösen. Weiters wird die biochemische Zusammensetzung der Zona radiata externa qualitativ und quantitativ nach Proteinen, Aminosäuren, Kohlenhydraten, Aminozuckern, Sialinsäuren in den nicht aktivierten (nicht klebrigen) und in den klebrigen Eiern untersucht, um Informationen über die molekularen Mechanismen der Klebrigkeit zu erlangen. Diese Wissen ist wichtig (a) für Basisdaten der Biologie der Gameten, (b) für die Biotechnologie, um neue synthetische Moleküle zu erzeugen, die eine Klebrigkeit im Wasser aufweisen („Wasser-Klebstoff“) und (c) für die Aquakultur, um die Technologie für eine Reduktion der Klebrigkeit der Eier zu verbessern, die bei der künstlichen Befruchtung dieser Fische ein ständiges Problem darstellt.

    Fischeier sind umgeben von einer Zellmembran, genannt Oolemma, und einer Hülle, die Zona radiata oder das Chorion. Die Zona radiata besteht aus einer inneren und einer äußeren Lage (Zona radiata interna und Zona radiata externa). Bei vielen Fischarten ist die Zona radiata externa verantwortlich für die Anheftung der Eier an das Substrat während des Laichvorganges. Die Klebrigkeit der Eier beginnt sobald sie mit dem Wasser oder dem Befruchtungsmedium in Kontakt kommen. Im vorliegenden Projekt wird das Phänomen der Klebrigkeit der Eier im nassen Milieu physiologisch und chemisch untersucht.
    StatusAbgeschlossen
    Tatsächlicher Beginn/ -es Ende16/05/0615/05/07

    Systematik der Wissenschaftszweige 2002

    • 1406 Experimentelle Zoologie
    • 1402 Biochemie
    • 1413 Ökologie der Tiere
    • 1424 Zoophysiologie