Laser-Poration für Transdermale Allergen Immunotherapie mit rekombinanten und DNA Vakzinen

    Projektdetails

    Beschreibung

    Seit fast einem Jahrhundert wird die Immuntherapie mit Allergenen als einzige antigenspezifische immunmodulatorische Behandlung gegen allergische Erkrankungen angewandt. Allergenextrakte oder rekombinante Allergene werden dabei entweder subkutan injiziert (SCIT) oder über die sublinguale Route verabreicht (SCIT). SCIT erfordert wöchentliche Injektionen über Monate oder sogar Jahre hindurch und kann zu schweren Nebenwirkungen führen. Im Gegensatz dazu scheint SLIT zwar eine sicherere, aber weniger effiziente Alternative zu sein, die eine höhere Dosis und sogar noch häufigere (tägliche) Anwendungen erfordert, weil über die Schleimhäute nur wenig Antigen aufgenommen wird. Bestehend aus zwei Kompartimenten - der Epidermis und der Dermis - gilt die Haut wegen ihrer hohen Zahl an antigenpräsentierenden Zellen als vielversprechendes Zielgewebe für Immuntherapie. In diesen beiden Schichten befinden sich verschiedene Klassen von Dendriten, die sich bezüglich ihrer Oberflächenmarker und immunologischen Fähigkeiten unterscheiden. Die Langerhanszellen der Epidermis gelten generell als erste Verteidigungslinie gegen Pathogene. Allerdings lassen neuere Studien eher eine regulatorische Rolle der Langerhanszellen vermuten, und schlagen stattdessen dermale Dendriten als Hauptverantwortliche für Immunreaktionen in der Haut vor.

    In dem vorgelegten Projekt wollen wir Plasmid DNA, die für Allergene kodiert, oder rekombinante Allergene präzise entweder in die Epidermis oder in die Dermis von Mäusen einbringen. Das soll mittels eines von der Firma Pantec Biosolutions entwickelten und patentierten Lasergerätes erreicht werden, das die Erzeugung gleichförmiger Mikroporen unterschiedlicher und exakt regulierbarer Tiefe in der Haut ermöglicht, wodurch hohe Diffusionsraten über lange Zeiträume (48 h) gewährleistet werden. Vakzine, die auf diese Poren aufgebracht werden, sollten in einem der subkutanen Injektion vergleichbaren Ausmaß aufgenommen werden. Um die Akzeptanz bei Patienten zu steigern und eine Langzeitexposition der erzeugten Poren mit einem DNA-Vakzin oder einem rekombinanten Vakzin zu ermöglichen, planen wir die Entwicklung von Pflastern, die das Vakzin in einer Gelformulation enthalten.
    Diese Technologie ermöglicht eine effizientere Immunstimulation, was die Anwendungshäufigkeit im Vergleich zur SLIT reduziert, aber gleichzeitig die erhöhte Akzeptanz gegenüber einer schmerzfreien Methode, die vom Patienten selbst angewandt werden kann, erhält.

    Evaluierung einer neuen Laser-gestützten Methode zur Therapie von Typ I Allergien
    KurztitelLaser-Poration für Transdermale Allergen Immunotherapie
    StatusAbgeschlossen
    Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/01/0931/12/12

    Systematik der Wissenschaftszweige 2002

    • 3411 Immunologie
    • 3401 Allergieforschung