Modellbasierte Analyse von transienten n:m-Phasen- und Frequenzmitnahmen sowie von gerichtetem Informationstransfer zwischen hirnelektrischen (hirnmagnetischen) Rhythmen in experimentellen und klinischen EEG/MEG- Daten

  • Klimesch, Wolfgang, (Projektleitung)

Projektdetails

Beschreibung

Die oben angeführten Befunde lassen vermuten, daß die IAF nicht nur ein wichtiger Parameter der kognitiven Leistungsfähigkeit ist, sondern auch, daß eine Veränderung der IAF durch Frequenzmitnahme, zu Veränderungen der (momentanen) kognitiven Leistungsfähigkeit führt. Zur Untersuchung dieser Frage werden zwei Experimente vorgeschlagen. Der Grundgedanke bei beiden Experimenten ist, daß die induzierte Erhöhung der IAF zu einer Leistungsverbesserung (gemessen durch eine Verkürzung der Reaktionszeiten) führt.
Experiment 1: Frequenzmitnahme bei ‚subharmonischer Alphastimulierung‘ und kognitive Leistung
Experiment 2: Frequenzmitnahme bei ‚visueller Chirp‘-Reizung in der IAF und kognitive Leistung

Das Ziel des vorliegenden Arbeitspaketes ist es, Auswirkungen der repetitiven (oszillatorischen) Stimulierung auf die (momentane) kognitive Leistungsfähigkeit zu untersuchen. Diese Zielsetzung beruht auf folgenden Ergebnissen. (i) Es ist bekannt, daß die Frequenz der (dominanten) Alpha Oszillation im menschlichen EEG in engem Zusammenhang mit kognitiver Leistung steht. Über die Lebensspanne nimmt die individuelle Alpha Frequenz (IAF) von ca. 4.5 Hz (bei Kleinkindern) auf 10.5 Hz (bei jungen Erwachsenen) zu, sinkt dann aber mit zunehmenden Alter - ähnlich wie die kognitive Leistung – wieder ab 1). Darüber hinaus hat sich gezeigt, daß gleichaltrige Versuchspersonen (Vpn) mit überdurchschnittlich guter Merkleistung eine bis zu 1 Hz schnellere IAF aufweisen als Vpn mit unterdurchschnittlicher Leistung. Ähnliche Zusammenhänge wurden bezüglich der Reaktionsgeschwindigkeit gefunden. Die stärkste Resonanz (Reizantwort im EEG gemessen als Amplitude) wird bei Stimulation in der Alphafrequenz gefunden. Systematische Untersuchungen kognitiver Effekte bei repetitiver Stimulierung fehlen weitgehend. Allerdings gibt es erste Hinweise, daß oszillatorische Stimulation in der IAF zu verbesserter kognitiven Leistung führen kann.
KurztitelDie Veränderung kognitiver Leistungsparameter bei repetitiver Stimulierung
StatusAbgeschlossen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/01/0431/12/05

Systematik der Wissenschaftszweige 2002

  • 5522 Psychophysiologie