Auf die Größe kommt es an! Neue empirische Evidenz zur Wahlbeteiligung in Gemeinden

Reinhard Heinisch, Armin Mühlböck*

*Korrespondierende/r Autor/in für diese Arbeit

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftArtikel

Abstract

Studien zu „Size and Democracy“ argumentieren, dass für kleinere politische Einheiten eine höhere Wahlbeteiligung zu erwarten ist. Empirische Tests belegen diese Annahme in weiten Teilen. Neuere, komplexere Analysen, die Individual- und Kontextdaten integrieren, kommen aber für die Schweiz, Norwegen, Dänemark und die Niederlande zu nicht eindeutigen Ergebnissen. Um den Zusammenhang neu zu bewerten, greift die vorliegende gepoolte Zeitreihenanalyse auf sieben Kommunalwahlen in allen Gemeinden des österreichischen Bundeslandes Salzburgs (ohne die Stadt Salzburg) zwischen 1979 und 2009 zurück. Die vorliegende Mehrebenenanalyse (nicht-hierarchisches cross-classified Modell), welches Kontexteffekte berücksichtigt, liefert neue Evidenz: Die Größe der Gemeinde beeinflusst die Wahlbeteiligung in Gemeinden in hohem Ausmaß negativ. Dabei kann vor allem die Wechselwirkung mit dem Grad gesellschaftlicher Fraktionalisierung als ausschlaggebend angesehen werden.
OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)165-190
Seitenumfang26
FachzeitschriftZeitschrift fur Vergleichende Politikwissenschaft
Jahrgang10
Ausgabenummer2
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 1 Okt 2016

Bibliographische Notiz

Funding: Open access funding provided by Paris Lodron University of Salzburg / Springer Compact

Systematik der Wissenschaftszweige 2012

  • 506 Politikwissenschaften

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