Das Kochbuch für Maria Annastasia Veitin: Kommentierte Edition einer Kochbuchhandschrift aus dem Jahr 1748

Publikation: Beitrag in PeriodikumLetter

Abstract

Woraus besteht Schnalzensaft, was verbirgt sich hinter Morachen? Was haben Pestessenz und eine Salbe gegen böse Augen in einem Kochbuch zu suchen? Ein altes, handgeschriebenes Kochbuch gibt viele Rätsel auf, ist aber zugleich eine wahre Fundgrube. So finden sich darin Rezepte für längst vergessene Speisen, wie z.B. Glaskonfekt oder Kachelmus, und man stößt auf außer Gebrauch geratene Zutaten wie Mispeln oder Biberschwanz.

Die vorliegende Arbeit besteht aus der Erstedition einer Kochbuchhandschrift aus dem Jahr 1748, deren sprachliche und inhaltliche Eigenheiten durch einen ausführlichen Anmerkungsapparat dem modernen Leser zugänglich gemacht werden. Eine umfangreiche Einführung unternimmt zudem eine Einordnung des Kochbuchs in seinen literarischen Kontext, beleuchtet verschiedene Besonderheiten, z.B. die Diätetik, und geht der Frage der geographischen und sozialen Herkunft der Handschrift nach. Die Verbindung von volkskundlichem und sprachwissenschaftlichem Instrumentarium ermöglicht eine vielschichtige Erschließung dieser besonderen Quelle.
OriginalspracheDeutsch
Seiten42-43
Band32
Nummer1
FachbuchAkademie Aktuell
Herausgeber/in (Verlag)Bayerische Akademie der Wissenschaften
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2010

Systematik der Wissenschaftszweige 2012

  • 602 Sprach- und Literaturwissenschaften
  • 605 Andere Geisteswissenschaften

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