Funktionelle Analyse des Pathogenitätsfaktors CagA in Helicobacter pylori infizierten gastralen Epithelzelllinien

  • Weßler, Silja, (Principal Investigator)

    Project Details

    Description

    In dem Projekt werden vierzehn verschiedene humane gastrale Epithelzelllinien untersuchen:
    I. Vergleich der Kolonisierung von H. pylori.
    II. Vergleich der Menge an injiziertem CagA in die Zellen.
    III. Vergleich der Tyrosinphosphorylierung des injizierten CagAs.
    IV. Vergleich der Motilität und invasiven Wachstum in Reaktion auf H. pylori in quantitativen Assays.
    V. Vergleich der Produktion und Sezernierung von Zytokinen, die in-vivo eine Entzündungen herrufen.

    Weil der injizierte bakterielle Faktor CagA in der Pathogenese von H. pylori eine wesentliche Rolle spielt, sind in-vitro Untersuchungen in kultivierten Epithelzellen von sehr großer Bedeutung. Bisher werden hauptsächlich die Zelllinien AGS und MKN28 in der Forschung eingesetzt. Beide Zelllinien wurden aus einem humanen Magenkarzinom gewonnen und können daher jahrelang kultiviert werden. Trotz ihrer ähnlichen Herkunft unterscheiden sie sich massiv in der Ausprägung des Phänotyps nach einer H. pylori Infektion. Obwohl beide Zelllinien gleichermaßen durch H. pylori kolonisiert werden können, ist die Injektion und Phosphorylierung von CagA in AGS Zellen wesentlich stärker ausgeprägt und führt zu einer deutlich stärkeren Motilität der AGS Zellen. Daher sind die AGS Zellen in der internationalen Forschung die Zelllinie der Wahl, wodurch es jedoch zu einer sehr einseitigen Betrachtung der in-vitro Effekte durch H. pylori kommt. Ziel unserer Untersuchung ist es, einen umfassenderen Einblick in die in-vitro H. pylori Pathogenese zu erhalten, die zu neuen Erkenntnissen in-vivo führen können.
    AcronymCagA
    StatusFinished
    Effective start/end date1/07/0931/12/11

    Fields of Science and Technology Classification 2002

    • 1410 Microbiology