Rebalancing the Enlarged Single Market

Project Details

Description

Mit der Erweiterung nach Osten hat sich die sozio-ökonomische Heterogenität in der Europäischen Union enorm verstärkt. Innereuropäische Arbeitsmigration wurde zu einem hochpolitischen Thema. In Großbritannien hat die Politisierung der Zuwanderung sogar wesentlich zur Entscheidung beigetragen, aus der EU auszutreten. Das Projekt analysiert die soziale Nachjustierung im erweiterten Binnenmarkt mit Fokus auf drei Formen der atypischen Beschäftigung: marginale Beschäftigung, Scheinselbständigkeit und Entsendung. Dafür untersuchen wir in drei alten (Deutschland, Frankreich, Österreich) und zwei neuen Mitgliedstaaten (Polen, Slowenien), welche sozialen Kompromisse geschlossen werden und wo die Herausforderungen dafür liegen. Das Projekt geht über bestehende EU-Legislativ- und Transpositionsstudien hinaus und analysiert die Wechselbeziehungen aller drei Gewalten auf europäischer und nationaler Ebene. Inwiefern werden politische Kompromisse der sozialen Nachjustierung gerichtlich infrage gestellt? Gelingt es mitgliedstaatlichen Verwaltungen, Sozialdumping durch atypische Arbeit zu verhindern, und wie positionieren sich die verschiedenen ökonomischen Akteure zwischen den Polen des sozialen Schutzes und des Binnenmarkts? Der Vergleich verschiedener Arten von atypischer Beschäftigung und verschiedener Mitgliedstaaten soll Hinweise ergeben, wie die soziale Nachjustierung im erweiterten Binnenmarkt gelingen kann.

Siehe Projektbeschreibung
AcronymRESiM
StatusActive
Effective start/end date1/02/1931/01/22